Literaturbegegnungen

Die Literatur für Kinder und Jugendliche, wie sie heute entsteht und durch ihre Autor*innen vertreten wird, hat Wurzeln, hat Vorbilder und hat Geschichte, wenn sie auch viel kürzer ist, als die Literaturgeschichte überhaupt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts erst werden Bücher speziell für ein junges Publikum geschrieben.

Als Friedrich Bödecker die Geschichte unseres Vereines startete, waren Begegnungen möglich mit Autor*innen wie Christine Nöstlinger oder Benno Pludra. Sie sind wie viele andere, bedeutende Kinder- und Jugendbuchautor*innen nicht mehr unter uns. Noch immer steht für den FBK die Arbeit mit lebenden Autor*innen, die Begegnung zwischen ihnen und ihrem Publikum, der wechselseitige Austausch im Vordergrund. Zugleich aber sind Literaturbegegnungen eine Möglichkeit, auf Autor*innen von großem Format zu treffen – nicht persönlich, aber in ihren Werken und Spuren.

Beispiele für solche Literaturbegegnungen sind die mehrtägigen Workshops „Benno und die Kinder von Hiddensee“ (2017) oder „Der legendäre Ottokar“ (2018), in denen Kinder ihre literarisch-biografische Annäherung an Benno Pludra bzw. Otto Häuser akustisch dokumentierten.

Schließlich bieten Literaturbegegnungen auch die Chance, Leseanregungen zu geben – wie die Reihe „AusLese: Literaturempfehlungen für Kinder“ (AusLese, seit 2016) – oder das Geschichten-Erzählen in verschiedenen Medien zu praktizieren (Crossmedia: Frau Holle. 2019).